Ruhe und Langfristigkeit: Warum Nachhaltigkeit echtes Denken braucht
Ein persönlicher Blick auf Nachhaltigkeit – als Haltung, nicht als Checkliste
In einer Welt, die immer schneller wird, braucht Nachhaltigkeit vor allem eines: Ruhe. Zeit zum echten Nachdenken. Nicht schnelle Antworten oder Marketing-Versprechen, sondern ehrliche Fragen und langfristige Antworten.

Bei IED haben wir in den letzten Jahren gelernt: Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn wir drei Bereiche gleichzeitig im Blick haben und uns die Zeit nehmen, das Zusammenspiel wirklich zu verstehen. Wenn wir nur an Umwelt denken, vergessen wir die Menschen. Wenn wir nur an Menschen denken, verlieren wir die Natur aus den Augen. Echtes Denken bedeutet: Alle drei Bereiche zusammen betrachten.
Die drei grössten Hebel
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Weltbevölkerung von 2,5 auf über 8 Milliarden mehr als verdreifacht. Vieles ist heute besser. Aber drei Risiken müssen wir ernst nehmen:
Wissenschaft verteidigen: Fakten sind nicht verhandelbar. Ohne wissenschaftliche Grundlage können wir keine guten Entscheidungen treffen – weder beim Klimaschutz noch bei der Arbeitssicherheit
Natur hat einen Wert: Natur ist nicht gratis. Sie ist kompliziert, chaotisch – und der Mensch versteht nur einen Bruchteil davon. Wir müssen den Wert der Natur in unser Wirtschaftssystem einbauen.
Sicherheit ist nicht verhandelbar: Wir haben nur ein Leben und nur eine Natur. Risiken zu minimieren betrifft sowohl Arbeitssicherheit als auch den Umgang mit Ressourcen.

Drei Bereiche, die zusammen gehören
Bei IED orientieren wir uns an drei Bereichen, die wir gleichzeitig betrachten müssen:
- Menschen und soziales Umfeld: Faire Löhne, sichere Arbeitsplätze, Entwicklungsmöglichkeiten. Nachhaltigkeit beginnt bei den Menschen, die jeden Tag zur Arbeit kommen. Ohne sie funktioniert nichts.
- Individuelle Gesundheit und Kompetenz: Jeder einzelne Mensch mit seiner Gesundheit, seinen Fähigkeiten, seinem Wohlstand. Die Entwicklung unserer Mitarbeitenden ist eine Investition in die Zukunft.
- Natur als Grundlage: Ohne intakte Natur gibt es kein funktionierendes Wirtschaftssystem. Die Natur ist die Basis für alles andere.
Diese drei Bereiche gemeinsam zu betrachten – das ist entscheidend. Wir schauen auf das Gesamtbild, nicht nur auf Einzelmassnahmen.
Von oben getrieben, von unten getragen
Nachhaltigkeit als Teil des Geschäftsmodells zu etablieren, erfordert Mut. Bei IED wird das von der Eigentümerschaft getrieben und von der Belegschaft getragen. Das ist wichtig: Nachhaltigkeit kann man nicht verordnen, sie muss gelebt werden.
Unser Nachhaltigkeitsbericht ist bewusst transparent. Wir zeigen, was gut läuft – aber auch, wo wir noch lernen. Ein Beispiel: Wie nachhaltig sind Elektroautos wirklich? Wie haben wir das gerechnet? Solche Fragen müssen wir ehrlich beantworten. Nur so stellen wir sicher, dass unsere Massnahmen tatsächlich wirken und nicht nur gut klingen.

Echtes Denken braucht Zeit
Wie können wir wachsen und gleichzeitig nachhaltig bleiben? Welche Rolle spielen neue Technologien wie KI? Wie beeinflussen geopolitische Entwicklungen unsere Arbeit? Wie stellen wir sicher, dass wir innerhalb der planetarischen Grenzen operieren?
Diese Fragen haben keine einfachen Antworten. Sie brauchen Ruhe. Sie brauchen die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen – auch wenn das unbequem ist. Sie brauchen Langfristigkeit statt Quartalszahlen-Denken.
Als Familienunternehmen haben wir den Vorteil, in Jahrzehnten, statt Quartalen zu denken. Diese Zeit nutzen wir. Nicht um Antworten hinauszuzögern, sondern um die richtigen Fragen zu stellen.
Unser Weg: Langfristig denken, ehrlich handeln
Bei IED haben wir uns entschieden, Nachhaltigkeit nicht als Sprint zu verstehen, sondern als Marathon. Wir nehmen uns die Zeit, alle drei Bereiche zusammen zu denken: Menschen, Gesundheit, Natur. Wir schauen nicht nur auf einzelne Massnahmen, sondern auf das grosse Ganze.
Sicherheit und Umwelt sind bei uns keine Extra-Themen, die man abhaken kann. Sie sind in unserem Denken und Handeln verankert. Und wir arbeiten jeden Tag daran, besser zu werden – nicht hektisch, sondern mit der Ruhe und Langfristigkeit, die echtes Denken braucht.
Denn eines ist klar: Nachhaltigkeit ist kein Zustand, den man erreicht. Sie ist ein kontinuierlicher Prozess des ehrlichen Fragens, des Lernens und des Verbesserns.
Autor: Stefan Salzmann
Haben Sie Fragen zu unserem Nachhaltigkeits-Management? Kontaktieren Sie uns unter info@ied.swiss
Bildmaterial: IED Gruppe AG